Wie arbeitet Googles neues AdWords-Produkt?
Es ging ja in den letzten Tagen bereits durch alle möglichen Blogs und Presseportale:
Die Meldung, dass Google in seinem AdWords-Programm, demnächst evtl. auch im deutschsprachigen Raum, ein neues Bezahlmodell für die Auslieferung der AdWords-Anzeigen anbieten wird. Bisher findet für einen ausgewählten Nutzerkreis ein Testlauf, begrenzt auf den amerikanischen Markt, statt.
Die bisher von Google angebotenen Bezahlvarianten sind:
- ppc - pay per click (Bezahlung je Klick) und
- ppv - pay per view (Bezahlung nach Anzahl der Anzeigen-Auslieferung, i.d.R. 1000-er Blöcke)
Nun soll mit ppa - pay per action ein weiteres Bezahlmodell hinzukommen.
Das bedeutet für den AdWords-Partner, der Anzeigen nach diesem Modell schaltet, dass er nicht mehr für die Klicks auf seine Anzeigen (ppc) bzw. die für die Anzahl der Auslieferungen (ppv) bezahlt, sondern nur noch bei Zustandekommen/Auslösung einer vorher bestimmten Aktion.
Solche Aktionen können beispielsweise sein:
- Kataloganforderung
- Newsletterbestellung
- oder sogar der Kaufabschluss eines Produktes.
Wie kann Google nun den Abschluss bestimmter Aktionen nachverfolgen?
Zur Überwachung der als ppa definierten Aktionen wird der AdWords-Partner in seine Webseiten den Code für das Google “conversion tracking” einbinden müssen. Auch könnte es evtl. sein, dass manche Aktionen letztlich erst durch den AdWords-Partner bestätigt werden müssen. Das könnte den einen oder anderen Anzeigen-Inserenten evtl. dazu verleiten, tatsächlich zustandegekommene Aktionen als doch nicht abgeschlossen abzulehnen …
Da Google natürlich mit diesem Modell Geld verdienen will, denke ich, es wird auch hier einen “Qualitätsfaktor” für das Ranking der Anzeigen bei der Auslieferung geben. Was bedeuten würde, dass Anzeigen mit mehr bestätigten ppa’s (bestätigten Aktionen) automatisch auch einen besseren Qualitätsfaktor und damit ein besseres Ranking bei der Auslieferung erreichen.
Was sind die Konsequenzen für den Anzeigenmarkt?
- ppa ist ja in dem Sinne überhaupt nichts Neues. Es wird von den Affilate-Netzwerken wie Commission Junction, Affili.net, Zanox, Tradedoubler, AdButler usw., bereits seit Jahren angeboten. Google könnte also evtl. einen Großteil der Kunden, die ppa in Werbenetzwerken nutzen von dort abziehen.
- Es bietet Anzeigen-Inserenten i.d.R. ein besseres “return of investment”, da ja nur für tatsächlich zustandegekommene Aktionen bezahlt werden muss. Im Gegensatz zu ppc, wo ich bei falsch geführten Anzeigenkampagnen unter Umständen für viele Klicks bezahlen muss, die mir im Endeffekt aber keinen geldwerten Vorteil bringen.
- Dem Thema “Klickbetrug” wird mit ppa dabei fast gänzlich ein Riegel vorgeschoben. (Ich sage “fast”, da findige Betrüger auch hier bereits kriminelle Methoden zur persönlichen Bereicherung ersonnen haben.)
Derzeit läuft ppa bei Google wie gesagt noch in der beta-Phase und ist daher mit verschiedenen Einschränkungen versehen:
- Nur extra zugelassene AdWords-Partner dürfen dieses Bezahlmodell nutzen.
- Wird derzeit nur auf dem amerikanischen Markt angeboten.
- Die Auslieferung der ppa-Anzeigen erfolgt nur auf Partnersites im Werbenetzwerk
7. Juni 2007 um 11:54
Über Google Adsense und eine weitere seriöse Partnerprogrammplattform habe ich jeweils einen Beitrag geschrieben.
http://www.freeweb24.de/2007/05/25/affilinet-geld-verdienen-mit-der-eigenen-homepage-mittels-partnerprogramme/
http://www.freeweb24.de/2007/04/14/mit-google-adsense-als-webmaster-geld-verdienen/
Vielleicht helfen die Beiträge ebenfalls weiter.
Für jemanden, der sich um Partnerprogramme nicht kümmern will und trotzdem die passenden Produkte für seine Nutzer bieten möchte, finde ich Google Adsense interessant. Jemand der nur über ein bestimmtes Thema berichtet, wird mit einem ausgesuchtem Partnerprogramm besser fahren. Ein oder zwei Links schaden dem Ansehen des Blogs nicht.